Es wird wieder alles gut

Italien entschied angesichts der dramatischen Covid-19-Epidemie auf wirtschaftliche und individuelle Interessen zu verzichten, um die Generation der alten Eltern zu retten

Heute ist der 13. Tag der Ausgangssperre, der das Leben im Belpaese zum Stillstand gebracht hat. Die Luft ist kristallklar, man hört die Vögel zwischen den Häuserblocks trällern. Zum ersten Mal kann man bei offenem Fenster schlafen. Es zirkulieren kaum noch Autos. Rom wirkt wie in Watte gepackt, friedlich und verschlafen. Das wird den Einwohnern als positiv in Erinnerung bleiben nach der Epidemie, wenn krachende Motoren die Straßen wieder zurückerobert haben.

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Ecco il bagno!

Unfreiwillige Latrinen-Erlebnisse

Kaum ein Romreisender verliert sich nicht in Lobeshymnen über die Schönheit der Stadt und ihrer Monumente. Er bestaunt die architektonische Leistung der Antike und der Päpste, den hohen Stellenwert von Kulinarik. Nur die Erfahrung mit den hiesigen Aborten macht ihn stutzig.

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Verjüngungskur – Frisch restauriert

In Rom sind immer irgendeine Fassade eingerüstet oder Fresken verhängt. Aber es wird nicht nur gereinigt und erhalten, sondern neuerdings auch rekonstruiert – wie den Arenaboden des Kolosseums

Im Januar 2020 werden voraussichtlich die Restaurierung und Instandsetzung der Hypogäen des Kolosseums abgeschlossen sein. Seit eineinhalb Jahren behindern die Gerüste den freien Blick in das Kellergeschoss der Arena, wo die Schächte für die Bühnenmaschinerie liegen. Hier wurden Löwen, Gladiatoren und Kulissen in die Arena befördert.

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Smart mobility boomt in Rom

Die engen italienischen Altstädte sind prädestiniert für elektrische Fortbewegungsmittel

Die Entdeckung der smart mobility könnte den Verkehr in den italienischen Altstädten revolutionieren. Insbesondere in der verstopften Metropole Rom tragen die Elektro-Vehikel dazu bei, die Schadstoffe und Lärmbelästigung zu reduzieren und gleichzeitig die Mobilität zu gewährleisten. Archäologische Schätze haben bisher den Ausbau der Metro verhindert und Busse passen kaum durch die engen Gassen.

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Die Kaste schwillt ab

Das italienische Parlament hat seine Verkleinerung um ein Drittel beschlossen. Gleichzeitig will die Lega das Wahlgesetz umkrempeln. Es soll starke Parteien fördern und Splitterparteien der Opposition ausschalten.

Am 8. Oktober 2019 hat die neue Regierung als eines der ersten Reformen die Verkleinerung des Parlaments beschlossen. Ab der nächsten Legislatur sollen beide Kammern um mehr als ein Drittel dimensioniert werden, um sie dem europäischen Standard anzupassen: das Abgeordnetenhaus von 630 auf 400 Sitze, der Senat von 315 auf 200 Sitze. Damit sackt Italien sogar im Verhältnis zwischen direkt gewählten Parlamentariern und Bevölkerungszahl sogar etwas unter das EU-Mittel ab.

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